Nach vom Statistischen Bundesamt im Juni 2007 veröffentlichten Zahlen reisten im Jahr 2006 mit 65,7 Millionen Fluggästen rund 41,4 Millionen mehr Passagiere von deutschen Flughäfen ins Ausland als 1990 (24,2 Millionen). Damit stieg das Fluggastaufkommen um das gut Zweieinhalbfache. Ins europäische Ausland flogen dreimal so viele Menschen wie 1990, was das Statistische Bundesamt zum Großteil auf das Angebot von sogenannten Billigfliegern zurückführt.
Monika Ganseforth vom VCD-Bundesvorstand fordert deshalb eine Erhöhung der Keronsinsteuer: Während die Bahn Mehrwert-, Mineralöl-, und Ökosteuer zu zahlen habe, sei der vielfach klimaschädlichere Flugverkehr von diesen Steuern befreit. Dieser Zustand sei klimapolitisch völlig irrsinnig und aus wirtschaftlicher Sicht überholt. Um Kostengerechtigkeit zwischen den Verkehrsträgern herzustellen, müsse endlich die Kerosinsteuer eingeführt werden.
Damit würden Anreize für die Flugzeughersteller geschaffen, sparsamere Flugzeuge zu bauen. Gleichzeitig würde die damit einhergehende Erhöhung der Flugticketpreise einen Rückgang der Passagierzahlen vor allem bei Billigfliegern und Kurzstreckenflügen bewirken. Dies sei unabdingbar, da allein durch technische Maßnahmen erreichte CO2-Einsparungen sonst durch das enorme Wachstum des Flugverkehrs wieder aufgefressen würden. Als ersten Schritt in diese Richtung forderte der VCD die nationale Ticketabgabe, die in Deutschland ohne Umschweife eingeführt werden könnte. Mit den Einnahmen könnten Entwicklungsländer bei ihren Bemühungen zur Anpassung an den Klimawandel unterstützt werden. Beide Maßnahmen seien in dem von der SPD im Juni beschlossenem Programm zum Klimaschutz enthalten.
Quelle: VCD Bundesverband
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