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BahnCard und Surf&Travel
< Symposium "Corporate Social Responsibility im Tourismus"
Sonntag, 29. November 2009 18:37 Uhr Alter: 2 Jahr(e)
Rubrik: News
Von: Claude Unterleitner

Umweltfreundlich unterwegs in Frankreich

Frankreich bietet viele Möglichkeiten für einen naturverträglichen Urlaub. „Einer der größten Schätze Frankreichs sind seine weitläufigen und vielfältigen natürlichen Landschaften und Lebensräume“, betont Charlène Espinasse, Leiterin der Arbeitsgruppe für Naturtourismus bei ATOUT FRANCE. „In Frankreich leben 531 verschiedene Tier- und 4.500 verschiedene Pflanzenarten und wir haben immerhin 15 Millionen Hektar Wald. Es gibt 600 Küstenorte, 65.000 km Fernwanderwege und 115.000 km Spazier- und Wanderwege, auf denen die Menschen die Schönheit unserer Natur entdecken können. Diese zu erhalten und erlebbar zu machen, ist unser besonderes Anliegen.“


9 Nationalparks, 45 regionale Naturparks und 163 Naturreservate sichern auf nationaler Ebene den Bestand an seltener Fauna und Flora. „Gleichzeitig sind sie ein Beweis für den außergewöhnlichen Naturreichtum unseres Landes“, so Espinasse. Aber auch auf europäischer Ebene setzt sich Frankreich für den Naturschutz ein: Seit 1992 wurden 1700 Stätten als Natura 2000-Gebiete ausgewiesen, deren Zweck der länderübergreifende Schutz gefährdeter wildlebender Pflanzen- und Tierarten sowie ihrer natürlichen Lebensräume ist. Darüber hinaus zählen 3 der 33 französischen UNESCO-Welterbestätten zum Weltnaturerbe der Menschheit.

Mit einem neuen Symbol (siehe oben) werden alle Angebote auf franceguide.com gekennzeichnet, die im Sinne eines umweltverträglichen Tourismus gestaltet wurden. Damit sollen Tourismusbetriebe aufgewertet werden, die Umwelt und Mitmenschen gleichermaßen respektieren. Die mit dem Label ausgezeichneten Betriebe verfolgen gemeinsame Prinzipien im Hinblick auf eine umweltgerechte Verwaltung und den lokalen wirtschaftlichen Aufschwung. Ihr Engagement, das in den jeweiligen Angeboten konkret dargestellt wird, kommt in verschiedensten Bereichen zur Anwendung: Ökologisches Bauen, Einsatz erneuerbarer Energien, Verwendung ökologisch unbedenklicher Reinigungsmittel, Sammlung von Regenwasser, Verwendung lokaler Rohstoffe und Produkte, Erschließung und Förderung des lokalen Know-hows.

Hier ein paar Beispiele:

Schneeschuhwandern im Jura

Das Ferienhaus „La Chandoline“ von Valérie Dalmais ist das perfekte Beispiel für ökologisches Wohnen in idyllischer Umgebung. Die Verwendung von Holz als natürlichem Baumaterial, der Einsatz erneuerbarer Energien sowie eine bestmögliche Isolierung des Gebäudes war Valérie beim Bau ihrer „Gîte“ besonders wichtig. Eine mit Holzpellets betriebene Heizung sorgt für wohlige Wärme, Solarzellen auf dem Dach liefern den Strom, die Toilette wird mit Regenwasser betrieben und sämtliche Reinigungsmittel, die im Haus verwendet werden, sind rein biologisch.

 Das gesunde Klima und das gemäßigte Relief eignen sich hervorragend für ausgedehnte Aktivitäten in der Natur. Auf einer geführten Schneeschuhwanderung lernen Valéries Gäste die Hochmoore und Dolinen zwischen den Kämmen und Schluchten des Hochjura kennen. Sie lauschen dem geheimnisvollen Knacken und Knistern des Eises auf den zugefrorenen Seen und durchwandern stille Dörfer und einsame Siedlungen. Der leise Wanderer wird auch das ein oder andere Wildtier entdecken, das gerade seinen Weg kreuzt. Auf den Gipfeln des Hochjura angekommen, bietet sich ein einzigartiges Panorama über die Alpen.

Preis: Ab 535€ p. Person (7 Tage/6 Nächte)
Weitere Infos: Tourismusverband Jura, Bertrand PICAULT, E-Mail: bertrand.picault(at)jura-tourism.com

Picardie:

Ein Bett im GrünenAllzu viel Luxus darf man bei Isabelle und Marc nicht erwarten. Strom, Heizung und fließendes Wasser - Fehlanzeige. Dafür wartet auf die Gäste Landleben pur inmitten herrlicher Natur. Die Unterkunft ist ein geräumiges Zelt mit einfacher Ausstattung, aber einem Holzfußboden und richtigen Betten! 6 Personen haben hier Platz. Für behagliche Wärme sorgt ein Holzofen, auf dem garantiert kein Fast Food zubereitet wird. Petroleumlampen und Kerzen tauchen das Zelt in behagliches Licht und das Wasser für den täglichen Bedarf muss von Hand gepumpt werden. Die Frühstückseier stammen aus dem nahen Hühnerstall und sind noch nestwarm, wenn sie auf den Tisch kommen. In direkter Nachbarschaft grasen die Kühe friedlich auf den Weiden, sonst hat man hier seine Ruhe.

Das Gästezelt befindet sich auf dem Grundstück von Isabelle und Marc, die hier im Department Somme, in einer weniger bekannten, waldreichen Gegend der Picardie, eine bäuerliche Landwirtschaft mit Viehzucht und Getreideanbau betreiben. Gäste können hier allerhand über das Leben auf dem Lande lernen. Besonders Kinder werden ihre helle Freude haben.

Preis: Ab 42,50€ p. Person für 4 Tage/3 Nächte (bei 6er-Belegung)
Weitere Infos: www.visit-somme.co.uk (engl.), www.unlitaupre.fr (frz.)


Pyrenäen: Weihnachtsferien in der sonnigsten Skistation Frankreichs

Font-Romeu liegt im Herzen der katalanischen Pyrenäen auf der weitläufigen Hochebene der Cerdagne. Von hier aus hat man einen herrlichen Blick auf die Berge, die über 2900 Meter in die Höhe ragen. Das Feriendorf Huttopia Font-Romeu liegt nur 300 m vom Skigebiet entfernt und öffnet dieses Jahr zum ersten Mal auch im Winter. Für Skiurlauber ist Huttopia ebenso geeignet wie für Erholungssuchende. In den gemütlich eingerichteten Holzhütten mitten im Wald muss im Winter dank eines Holzofens und einer speziellen Außenisolierung niemand frieren. Die faszinierende Naturlandschaft der katalanischen Pyrenäen hat einen enorm hohen Freizeitwert: Wandern, Skifahren, Hundeschlittenfahren, Besuche der heißen Quellen, Ausflüge zu den nahegelegenen romanischen Festungsdörfern oder in den Naturpark mit seiner artenreichen alpinen Fauna und Flora, machen den Aufenthalt hier so vielseitig. Warum nicht einmal Weihnachten hier verbringen?

Preis: 1 Woche ab 132€ p. Person (bei 6er-Belegung)
Weitere Infos: www.huttopia.com


Umweltfreundlich unterwegs auf Frankreichs Radwegen

Radfahren zählt immer noch zu einer der umweltfreundlichsten Arten der Fortbewegung. Obendrein hält es wunderbar fit. Frankreich setzt sich aktiv für den Ausbau von Wegenetzen ein, auf denen der nicht-motorisierte Verkehr Vorrang hat: Radwege und so genannte „Voies Vertes“ (meist ehemalige Bahnstrecken und Treidelpfade entlang von Flussufern), die von Fußgängern, Radfahrern, Skatern und Rollerbladern sowie Personen mit eingeschränkter Mobilität gleichermaßen genutzt werden können, werden immer beliebter. In den letzten Jahren wurden sie stetig weiter ausgebaut und miteinander auf langen Strecken verbunden.

Der Europa-Radweg

Dieses ehrgeizige Projekt strebt an, die verschiedenen bereits bestehenden europäischen Radwegenetze zu erweitern und langfristig miteinander zu einem großen, über hunderte Kilometer langem Europa-Radweg zu verknüpfen. Die Auswahl und Markierung kleinerer, wenig frequentierter Stecken erfolgt mit großer Sorgfalt. Der geplante Fernradweg ermöglicht es Radfahrern, auf ausgedehnten Radtouren verschiedene Regionen und Länder Europas zu erkunden.

12 europäische Einzelprojekte entwickeln gemeinsam das Konzept des Europa-Radweges. Bis zur Fertigstellung von Routen, die die Loire mit der Donau oder den Genfer See mit dem Mittelmeer verbinden, wird allerdings noch eine Weile vergehen.


Ausgewählte Radreisen in den Naturparks Frankreichs (Ideen für 2010)

Radfahren im Regionalen Naturpark Lubéron - La Montagne de Lure

Seit 1995 ermöglicht der komplett ausgeschilderte Radweg zwischen Cavaillon, Apt und Forcalquier auf ruhigen Landstraßen, Stück für Stück den Naturpark Lubéron zu durchqueren. Der Radweg führt durch einige der schönsten Landschaften und sehenswertesten Dörfer der Region. Abgelegene Bergdörfer offenbaren ihren architektonischen Reichtum und erzählen als stumme Zeugen Anekdoten des südfranzösischen Landlebens. Dank der hervorragenden Ausschilderung der Strecke kann die Radkarte getrost in der Tasche bleiben. Die in den buntesten Farben leuchtende Natur und das charakteristische provenzalische Klima kann in vollen Zügen genossen werden.

Preis: Ab 440€ p. Person für 7 Tage/7 Nächte (Buchungszeitraum März - November)
Weitere Infos: http://de.veloloisirluberon.com

Rund um die Seen des Jura

Auf der 3-Etappen-Rundtour um die tiefblauen Seen des Jura erwartet Radler ein erstaunliches Bergmassiv. Der streng geschützte regionale Naturpark des Hochjura bietet eine abwechslungsreiche Landschaft aus weitläufigen Almwiesen und dichten Wäldern. Spektakuläre Panorama-Ausblicke auf die Gipfel des Hohen Jura und die französischen und die Schweizer Alpen wetteifern mit anderen Naturschauplätzen: wilde Steilschluchten, tosende Gewässer und eindrucksvolle Wasserfälle.

Preis: Ab 139€ p. Person für 3 Tage/2 Nächte (Buchungszeitraum Mai bis September)
Weitere Infos: Tourismusverband Jura, Bertrand PICAULT, E-Mail: bertrand.picault(at)jura-tourism.com


Neuheiten in Kürze

  • Neue Destination in der Gironde: „Médoc Océan“. Die drei Küstenorte Lacanau, Carcans und Hourtin an der französischen Atlantikküste vermarkten ihr touristisches Angebot künftig gemeinsam unter dem Namen „Médoc Océan“. >> Website

  • Tour durchs Becken von Arcachon. Ab sofort gibt es für Radfahrer eine neue Verbindung vom Norden des Departments Gironde in den Süden. Auf beschaulichen „Voies Vertes“ radelt es sich sicher entlang des Küstenstreifens… >> Website

  • Neue „Voie Verte“ entlang des Kanals der Garonne. Der Treidelpfad entlang eines Seitenkanals der Garonne ist ab sofort als „Voie Verte“ ausgewiesen. Die Strecke führt durch 2 Regionen und schafft auf diese Weise eine neue Verbindung vom Atlantik bis zum Mittelmeer. >> Website

  • 2010 startet ATOUT FRANCE eine Marketingkampagne zum Thema „Nachhaltiger Tourismus“, in der sich französische Regionen selbstbewusst als umweltfreundliche Reiseziele präsentieren.


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