Verbraucherinnen und Verbraucher, die nachhaltige Formen des Reisens suchten, fänden heute auf allen Reisemessen entsprechende Angebote im „grünen Bereich“. „Der Reise-pavillon hat inzwischen viele Kinder: Ob ITB Berlin, CMT Stuttgart, f.re.e. München oder Ferienmesse Wien – jede einschlägige Messe versucht heute auch die Nachfrage nach umwelt- und sozialverträglichen Reisen zu bedienen.“ Die Anbieter nachhaltigen Reisens seien der Öko-Nische der ersten Jahre längst entwachsen, für sie sei es im Laufe der Jahre immer wichtiger geworden, sich in einem „konventionellen Umfeld“ zu präsentieren und so Käuferschichten zu erreichen, die nicht per se zur Ökoszene gehörten. „Mit dem Reise-pavillon haben wir ihnen quasi den Weg dorthin geebnet. Und traditionelle Reiseveranstalter profilieren sich inzwischen mit ernsthaften umweltfreundlichen Angeboten – auch dazu haben wir beigetragen.“
Vor diesem Hintergrund verabschiede sich der Reisepavillon nun davon, weiterhin den Rahmen für umwelt- und sozialverantwortlich orientierte Aussteller zu organisieren, und werde seiner Vorreiter- bzw. Katalysator-Rolle in veränderter Form gerecht, so Anke Biedenkapp. Die vielseitige Rückmeldung auf das Vorhaben sei außerordentlich erfreulich und ermutigend.
Für den Fachkongress sind folgende Komponenten geplant:
Hintergrund:
Gestartet war der Reisepavillon 1991 als kleine regionale Messe, die erstmals gezielt und konzentriert andere Formen des Reisens propagierte. Das Konzept kam gut an – bei traditionellen NutzerInnen wie auch bei jenen, die den Reisepavillon erstmals besuchten. Im Laufe der Jahre wuchs der Reisepavillon zur „Internationalen Messe für anderes Reisen“ mit bis zu 300 Ausstellern aus 50 Ländern; die Zahl der BesucherInnen pendelte sich zuletzt auf 25.000 pro Jahr ein. Angezogen fühlten diese sich vor allem von der Möglichkeit, direkt mit kompetenten Anbietern in Kontakt zu kommen, und von dem umfangreichen Begleitpro-gramm: Im Schnitt wurden 90 bis 120 Vorträge, Diskussionsveranstaltungen und Workshops angeboten, die über nachhaltige Reiseangebote sowie über deren Begleiterscheinungen informierten und Gelegenheit zum Diskurs gaben.
Zahlreiche Prominente aus Politik und Gesellschaft haben den Reisepavillon im Laufe der Jahre gewürdigt und besucht, dazu gehörten u.a. Klaus Töpfer, Gerhard Schröder, Angela Merkel, Jürgen Trittin, Sigmar Gabriel, Wolfgang Clement, Heidemarie Wieczorek-Zeul, Christian Wulff, Reinhold Messner und der Generalsekretär der Welt Tourismus Organisation Francesco Frangialli.
Analog zur wachsenden Bedeutung des Reisepavillons wurde die Einbeziehung von erfahrenen Fachleuten und renommierten Institutionen immer bedeutsamer – insbesondere mit Blick auf die Qualitätssicherung, die Repräsentativität der auszuwählenden Ansätze und die angestrebte Breitenwirkung. Hier besonders wichtig ist die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit / GTZ, die das FORUM TOURISMUS INTERNATIONAL auf dem Reisepavillon verantwortet.
Nicht zuletzt fanden MedienvertreterInnen hier in konzentrierter Form einen guten Überblick über Nachhaltige Tourismusangebote, sammelten Stoff für Zielgebiets- oder Veranstalter-Reportagen und zum globalen Diskurs über die Zukunftsfähigkeit des Tourismus. Beispielhaft dafür steht die Resonanz, die das Schwerpunktthema 2009 „Nachhaltiger Tourismus am Grünen Band“, auslöste: Es erschienen zahllose Artikel über das Thema, das forum anders reisen initiierte daraufhin eine Radtour entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs, und die Zeitschrift busplaner international hat - auf dem Reisepavillon in München - einen Preis für nachhaltige Bustouren in jene Länder verliehen.
Für sein Engagement erhielt der Reisepavillon diverse Auszeichnungen:
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